mardi 14 décembre 2021

Josef Maschmann — Der Hoffriseur des Königs Ludwig II. — Le coiffeur et confident de Louis II de Bavière — The influential barber of King Ludwig II.


Neues Wiener Journal, 30 November 1904

Dieser Tage ist in München der ehemalige Hoffriseur des Königs Ludwig II., Josef Maschmann, gestorben. An seine Person knüpfen sich manche Erinnerungen an die letzten Jahre der Regierungszeit des unglücklichen Bayernkönigs. Maschmann zählte zu den bevorzugten Personen in der Umgebung des Königs; ihm wurde im Jahre 1885 der Auftrag zutheil einen neuen Kabinettssekretär zu suchen, der imstande sei, die für die Bedürfnisse des Königs benötigten Gelder aufzutreiben. Maschmann hat damals einer Reihe von Persönlichkeiten dieses wichtige Amt angeboten, unter andern auch einen in München wohlbekannten nun verstorbenen Journalisten, den er auf seiner Suche im September 1885 im Schloß Hohenburg bei Lenggries (gelegentlich der Vermählungsfeier der Tochter des Herzogs von Nassau nunmehrigen Großherzogs von Luxemburg, mit dem Erbgroßherzog von Baden) traf; er hatte jedoch trotz der verführerischen Versprechungen keinen Erfolg. Maschmann fiel bald darauf in Ungnade, weil er seine Frau in dem Garten zu Schloß Berg hatte spazieren gehen lassen, entgegen dem Willen des Königs: Maschmann glaubte, die Schönheit seiner Frau würde den König für sie einnehmen. Frau Maschmann, eine große, stattliche Erscheinung, starb bereits vor mehreren Jahren. Nach Maschtnann wurde der Hoffriseur Hoppe die Vertrauensperson des Königs.

Neues Wiener Journal, 7. Dezember 1904
Neue Wiener Friseur-Zeitung
, 15 Februar 1905

Der Hoffriseur des Königs 
Intimes vom bayrischen Hofe

Über den jüngst in München verstorbenen Hoffriseur Ludwigs II., Josef Maschmann, weiß man noch Interessantes zu berichten. Maschmann, der eine lange Reihe von Jahren in den Diensten König Ludwigs stand, genoß das Vertrauen des Monarchen in vollstem Maße. Er war, ehe er zum Hof­ riseur ernannt wurde, achtzehn Jahre lang Gehilfe bei dem damaligen Hoffriseur Adolf Müller, der in der Residenz­straße 20 in München sein Geschäft hatte, das Maschmann später übernahm. Schon als Friseurgehilfe war er öfter in die Lage versetzt, seinen Chef zu vertreten und König Ludwig zu bedienen. Der König fand Gefallen an Maschmann und zeichnete ihn schon damals öfter durch gnädige Ansprachen aus. Maschmann erhielt auch die Erlaubnis, den vom König errichteten Wintergarten zu betreten, die nur in äußerst seltenen Fällen ganz bevorzugten Personen erteilt wurde. Maschmann begleitete stets den König, wenn dieser auf seinen Schlössern im Gebirge Aufenthalt nahm; er lernte auf Veranlassung seines hohen Gönners das Reiten und hatte ein eigenes Pferd zur Verfügung. Zu Pferde machte er täglich den Weg zum Königshaus auf dem Schachen, wenn Ludwig II. dort weilte: aber auch in Hohenschwangau hat er einigemal König Ludwig bei nächtlichen Ausflügen im Sattel begleitet. Im Jahre 1885 erhielt er tatsächlich, wie wir schon berichteten, von König Ludwig den Auftrag, einen neuen Kabinettssekretär aus­findig zu machen, der dem König die genötigten Gelder herbeischaffen könne. Maschmann machte auch verschie­dene Versuche in dieser Beziehung, die jedoch ohne Re­sultat blieben. König Ludwig war infolgedessen nicht mehr gut auf seinen Hoffriseur zu sprechen und eine gering­ fügige Ursache galt eines schönen Tages Grund zu seiner plötzlichen Entlassung. Der König war bekanntlich ein großer stattlicher Mann und setzte sich, wenn er sich fri­sieren ließ, wie man so zu sagen pflegt, etwas breitbeinig auf den Sessel. Bevor Maschmann mit seiner Arbeit be­gann, machte er dem König eine tiefe Verbeugung und hierüber übersah er den einen vorgestreckten Fuß König zur Hebung des Gewerbes Ludwigs, über den er wegstolperte. Der König sagte kein Wort, stand aber sofort auf und verließ den Saal. Andern­ tags wurde Maschmann die Mitteilung gemacht, daß bis auf weiteres auf seine Dienstleistung verzichtet werde. Es war zwar nun schon öfter vorgekommen, daß der König, wenn er sich in gereizter Stimmung befunden hatte, seinen Friseur einfach hatte stehen lassen. Dieser war aber doch immer wieder zum König befohlen worden. In dem er­wähnten Falle erhielt er aber vom Hofmarschallamt die offizielle Mitteilung, daß er aus dem königlichen Dienst de­finitiv entlassen worden sei. Während der Zeit, in der Maschmann Hoffriseur war, bezog er ein tägliches Gehalt von über 30 Mark. Für sein Münchner Geschäft in der Residenzstraße hatte er einen Gehilfen engagiert, der es in seiner Abwesenheit führen mußte. Das Geschäft war aber im Laufe der Jahre nicht vorwärts, sondern immer mehr rückwärts gegangen, so daß die Verabschiedung Maschmanns aus dem königlichen Dienst ein sehr harter Schlag war, noch dazu, da er sich inzwischen verschiedene noble Passionen angeeignet hatte. Die letzten Jahre ging es him nicht besonders gut. Sein und seiner Frau Vermögen war nach und nach aufgezehrt worden und ein Lungenleiden machte sich wiederholt bemerkbar. Seit einem Jahre wohnte er bei seinem ältesten Bruder. Er pflegte nur ungern von den früheren besseren Tagen zu sprechen. Der König hat sich oft lange mit him unterhalten; aber meist beschränkte sich die Konversation lediglich auf die zu liefernden Par­fümerien. Bitter hat sich König Ludwig eines Tages dar­ über beklagt, daß ihn sein Volk (es soll wohl heißen seine Münchner) nicht liebe. Diese Äußerung erfolgte im An­schluß an eine Bemerkung über die seinerzeit schwebende Frage des Richard-Wagner-Theaters. So leutselig und liebenswürdig der König sein konnte, so unangenehm und aufbrausend konnte er auch sein. Das erfuhren außer Maschmann hauptsächlich die in nächster Nähe des Königs Be­diensteten. Eigentümlicherweise hat Maschmann keinerlei Präsente usw. bekommen. In seinem Nachlaß befand sich nur eine Haarlocke des Königs, die aber seinem letztwilligen Wunsche zufolge in den Besitz seiner Frau übergeht und nicht veräußert werden darf. Josef Maschmann erreichte ein Alter von sechzig Jahren und hinterläßt außer seiner Frau eine Tochter von zwanzig Jahren.

Le Rappel et Le XIXe Siècle du 1er décembre 1904

LE CONFIDENT DE LOUIS Il

(De notre correspondant particulier) MUNICH, 29 novembre. — On annonce d'Augsbourg la mort de M. Joseph Maschmann, ancien coiffeur particulier et confident du malheureux Louis II de Bavière. En 1885, plusieurs mois avant la catastrophe de Stahrenberg, le roi, qui était déjà arrivé à un état , rigu de folie, chargea son coiffeur de la mission de lui trouver un nouveau président du conseil et de décapiter M. de Lutz, alors premier ministre du cabinet bavarois. Peu de temps après, M. Maschmann tomba en disgrâce parce quparce qu'il avait laissé entrer sa femme dans le parc du roi. Le coiffeur espérait que Mme Maschmann, très belle femme, plairait au souverain, mais il comptait sans la mysogénie du malheureux Louis II.

New York Tribune, 26 décembre 1904

INFLUENTIAL BARBERS of ROYALTY.

A rather remarkable man has just died at Munich, who, in spite of his having be only a mere barber, nevertheless played at one moment an important role In Bavarian history. For Joseph Maschmann that was his name during the greater part of the reign of the ill fated King Louis II acted as his barber and was wont every day to shave him and to shampoo and curl the hair of the monarch, of which the latter was inordinately proud. King Louis got into the habit of discussing all sorts of matters with him. It began with the gossip of the capital and of the court, which the barber was wont to retail to his royal master, and in course of time the King ended by consulting him about household, financial and political affairs.
Maschmarnn is credited with having in his day made and unmade not merely court dignitaries, but likewise ministers of state, and a year before the tragic death of the King was engaged in endeavor ing to raise loans for him for the prosecution of his costly palace building operations, and likewise was commissions to find lor him a good and efficient private secretary.
His disgrace came about in an odd and yet characteristic way. He married a wonderfully beautiful woman, and hoping that if the monarch set eyes upon her he might become infatuated by her charms and succumb to her influence in such a way as to place the highest honors of the state within her grasp and his own he caused her to encounter the monarch, as if by chance, in that particular portion of the gardens and park of the Castle of Berg from which all strangers were excluded, and which even court officials and domestics were not allowed to enter when the King was about.
Louis II was an intensely suspicious man. He could never forget that his entire life had been
ruined by the disgraceful court intrigue which caused the breaking off of his engagement to his cousin Princess Sophia of Bavaria (afterward Duchess of Alençon), to whom he was so deeply attached and who was quite as much in love with him, and the moment he law Maschmann's wife and discovered her identity he at once divined the object which the couple had in view, and from that time forth dispensed with the services of the barber.

samedi 11 décembre 2021

Le roman d'un roi. Les troublantes amours du roi Louis II de Bavière. Un roman à clés de 1887.

ISBN : 9782322255139

Roman à clé anonyme publié à Paris en 1887, un an après la tragédie du lac de Starnberg , le Roman d'un roi met en scène la fiction des troublantes amours du roi Louis II de Bavière, travesti en Luitgard de Neubourg. L'éducation sexuelle du jeune roi Luitgard connaît, lors de l'exposition universelle de 1867, deux ratés spectaculaires avec des femmes expertes en séduction et fort peu farouches. Si, dans la suite du récit, Luitgard rencontre le grand amour, il restera pourtant vierge, porteur d'un lourd secret qui ne sera jamais dévoilé. Le Roi vierge s'isole du monde et sombre dans la folie. Une commission médicale proclame l'incapacité de régner et ordonne l'internement du roi dans son propre château. Alors qu'il cherche à fuir, il finit par être assassiné.

Exposition universelle de 1867. Luitgard (Louis II) est accueilli par l'empereur Napoléon III er l'impératrice Eugénie. Il fait des tentatives amoureuses avec Hortense Schneider (la Grande Duchesse de Gerolstein ) et la Castiglione. Mais il est incapable d'aimer... Dans son royaume une femme amoureuse se dévouera corps et âme pour ce souverain qui ne sait pas aimer. Troublantes amours.

Lire un extrait : https://www.bod.fr/librairie/le-roman-dun-roi-auteur-anonyme-9782322255139

En version papier ou en ebook. Chez votre libraire favori, chez Amazon, à la Fnac, en Allemagne chez Hugendubel, etc.



vendredi 10 décembre 2021

Littérature wagnérienne : Les voyageurs de l'Or du Rhin. La réception française de la création munichoise du Rheingold. Un livre de Luc-Henri Roger.

 

Créé à Munich le 22 septembre 1869 par ordre du roi Louis II de Bavière et contre la volonté de Richard Wagner, le Rheingold a fêté cette année son 152ème anniversaire. Cet événement marquant de l'histoire de l'opéra attira un grand nombre de wagnériens enthousiastes. Notre recueil présente les articles de la presse française qui rendent compte de la vie culturelle et sociale de la capitale bavaroise au moment des répétitions et de la création de l'Or du Rhin et du scandale qui éclata lors de la répétition générale du Prologue de l'Anneau du Nibelung et qui entraîna un cortège de démissions dont la conséquence fut le report de la première.

La plupart des textes de ce livre sont restés inédits, si ce n'est au moment de leur publication dans les journaux de l'époque. On lira tant les témoignages des ardents pèlerins du wagnérisme que furent Judith Gautier, Catulle Mendès, Villiers de l'Isle-Adam, Augusta Holmès ou Edouard Schuré que ceux des antiwagnériens comme Albert Wolff.

Au cours de leur voyage vers Munich, les époux Mendès et Villiers de l'Isle-Adam se rendirent à Tribschen sur les bords du lac des Quatre-Cantons pour y rencontrer le compositeur et sa compagne et firent, par voie de presse ou dans leur correspondance, le compte-rendu de leur voyage et de leur séjour auprès du Maître dans des textes hauts en couleurs. Le point de vue de Richard Wagner et de sa compagne Cosima von Bulow sur leurs visiteurs et sur les événements munichois nous est également parvenu grâce au Journal de Cosima et est également évoqué en ces pages. La correspondance de la comtesse Mouchanoff, mécène de Wagner et amie de Cosima, qui séjourna à Munich aux mois d'août et de septembre nous livre les réactions d'une grande dame aux événements de l'´été 1869.

Où commander le livre ? (cliquer sur les liens) 

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- Commande en librairie avec l' ISBN 9782322102327

Ein Sisi-Gedicht für Ludwig II. — Dem todten Adler / À l'aigle mort — Un poème de Sissi pour le roi Louis II

Photo : provenance inconnue


Dem todten Adler.
König Ludwig II. von Bayern.

Dich sah schon das Frühlicht in schwindelnder Höh',
Nun liegst du krepiert  auf dem Boden.
Du drängtest dich bis in des Sonnengott's Näh',
Das Mondlicht spielt jetzt mit dem Todten.

Und dennoch, ja dennoch beneide ich dich,
Du lebtest den Menschen so ferne,
Und jetzt, dass die göttliche Sonne dir wich,
Beweinen dich oben die Sterne.

À l'aigle mort
Le roi Louis II de Bavière 

La lumière des aurores à des hauteurs vertigineuses,
Et te voici gisant terrassé sur le sol.
Tu t'es approché du dieu soleil,
Et voilà que le clair de lune joue avec le mort.

Et pourtant, oui, je t'envie,
Tu as vécu si loin des hommes,
Et maintenant que le divin soleil s'est éloigné de toi,
Là-haut les étoiles te pleurent.

Quelle :  Kaiserin Elisabeth von Österreich — 
Das poetische Tagebuch, Drittes Teil

Le retable de Sainte Barbe par Maître Paul de Levoča à Banská Bystrica

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